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Making of … Distel und Rose

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Distel & Rose – Auswahl wissenschaftlicher Literatur zum Thema:
Rosemary Baird : Mistress of the House – Great Ladies and Grand Houses 1670-1830, London 2003
Iris Böhme: Die Welt der schottischen Kelten, die Gälische Geschichte und Kultur Schottlands, Greiz/Thüringen 2005
Robert Dodgshon: The Age of the Clans – The Highlands from Somerlet to the Clearances, Edinburgh 2002
Stephen T. Driscoll: Alba – The Gaelic Kingdom of Scotland AD 800-1124, Edinburgh 2002
Eileen Dunlop: Queen Margaret of Scotland, Edinburgh 2005
Elizabeth Grant of Rothiemurchus, Memoirs of a Highland Lady, Edinburgh 2006
James Knox: The Scottish Country House, London 2012
Sheila Livingstone: Scottish Customs, Edinburgh 1996
Eric Richards, Highland Clearances, Edinburgh 2000
John L. Roberts: Lost Kingdoms, Celtic Scotland and the Middle Ages, Edinburgh 1997
Charles Sinclair: Wee Guide to St. Margaret and Malcolm Canmore, Musselburgh 2003
John S. Smith und David Stevenson (Hrsg.): Fermfolk and Fisherfolk: Rural Life in Northern Scotland in the Eighteenth and Nineteenth Centuries, Aberdeen 1989
T. C. Smout: A History of the Scottish People, 1560-1830, Glasgow 1969
Katharine Stewart: Women of the Highlands, Glasgow 2006
Cameron Taylor und Alistair Murray: On the Trail of the Real Macbeth, King of Alba, Wakefield 2008
Fiona Watson: Macbeth – A True Story, London 2010
Christopher A. Whatley: Scottish Society, 1707-1830: Beyond Jacobitism, Towards

Im August 2014 führte mich eine Recherchereise nach Schottland, wo ich mich zugleich auf Aelswiths wie Magdalenes Spuren begab. Im Folgenden möchte ich Ihnen die einzelnen Stationen vorstellen.

Edinburgh

Die heutige Burg von Edinburgh hat wenig mit dem Gebäude zu tun, das im 11. Jahrhundert entstand: Damals baute König Malcolm die dortige Residenz weiter aus und machte sie – neben Dunfermline – zu seinem Hauptsitz. Von hier nimmt auch Aelswiths schicksalshafte Reise ihren Ausgang.

St. Margaret's Chapel

Die St. Margaret’s Chapel ist das älteste noch erhaltene Gebäude in Edinburgh.

Die Legende erzählt, dass Königin Margaret in dieser Kapelle getauft wurde, neue Forschungen zeigen aber, dass die Kapelle erst von ihrem vierten Sohn David, der 1124 König von Schottland wurde, gebaut wurde. Die Beschreibung von Margaret in meinem Roman orientiert sich an ihrem Bildnis auf einem Glasfenster der Kapelle.

Firth of Forth

Heute führt eine mächtige Eisenbrücke über den Firth of Forth bei Edinburgh. Im Mittelalter musste man den Fjord noch mit einem Floß überqueren – wie es im Roman auch Aelswith und Taraín tun -, wenn man in den Norden gelangen wollte.

Dunfermline

Dunfermline ist eine der alten Hauptstädte Schottlands. Hier heirateten 1070 Malcolm und Margaret. Während die Benediktinerabtei, deren Bau auf Margaret zurückgeht, noch relativ gut erhalten ist, sind von der Burg des Königs nur mehr wenige Ruinen geblieben.

Moray

Moray ist eine Provinz im Nordosten Schottlands. Es war das Zentrum von König Macbeths Macht, der die Region lange Jahre als „Mormaer“ (eine Art Fürst) regierte. In Moray leben im Roman auch seine (fiktiven) Nachkommen – die MacBrannans.

Inverness

Eine von Macbeths Burgen befand sich in Inverness, doch diese wurde von König Malcolm zerstört. Anstelle der Burg steht seit dem 19. Jahrhundert ein repräsentatives Burgschloss auf dem Hügel.

Elgin

In der Nähe dieser Stadt tötete Macbeth etwa dreißig Jahre seinen Vorgängen König Duncan. Im Roman trifft Aelswith überdies in der Nähe von Elgin auf Macbeths legitimen Erben Maelsnechta. Die eindrucksvolle Kathedrale stammt allerdings erst aus dem 13. Jahrhundert.

Cawdor Castle

Macbeth wird in manchen Quellen und auch von Shakespeare fälschlicherweise als Thane (Graf) von Cawdor bezeichnet. Mit dem dortigen Schloss hat er aber nichts zu tun. Für mich war es aber eine wichtige Inspiration für die Schilderung des fiktiven Herrenhauses der MacBrannans.

Die Highlands

Die schottischen Highlands gelten – nicht zuletzt dank Walter Scotts Romane – seit dem 19. Jahrhundert als Sehnsuchtsziel. Die herbe Schönheit zieht bis heute zahlreiche Touristen an – kann aber nicht vergessen machen, wie hart das Leben hier einst gewesen ist. Im 18. und 19. Jahrhunderts wurden die Highlands zum Schauplatz eines großen Unrechts – der sogenannten Highland Clearances, der gewaltsamen Vertreibung der Highlander zugunsten großer Schaffarmen.