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Biografie

Biografie

Erste Romanversuche

Ich wurde 1975 in Linz (Österreich) geboren. Fast ebenso alt ist meine Leidenschaft, Geschichten zu erzählen. Schon als ganz kleines Kind war ich eine Leseratte – doch Bücher nur zu verschlingen, war mir nicht genug. Ich wusste schon früh, dass ich irgendwann mal Schriftstellerin sein würde – schlichtweg, weil mir immer so viel einfiel. Mindestens genauso alt wie die Begeisterung fürs Geschichtenerzähler ist übrigens die für die Geschichte. Keine Ruine wird jemals vor mir sicher sein.
Meine ersten stümperhaften Texte füllten ganzen Schulhefte; den ersten „Romanversuch“ – es ging um die Französische Revolution – habe ich mit vierzehn Jahren dank einer mechanischen Schreibmaschine zu Papier gebracht. Die war so laut, dass man sie im ganzen Haus hören könnte (ich fürchte, während der Aufenthalte bei meinen Großeltern, habe ich selbige um den Mittagsschlaf gebracht). Aus der mechanischen Schreibmaschine wurde irgendwann eine elektrische und auf diese folgte ein Computer – damals noch so ein Riesending, das mindestens das halbe Wohnzimmer ausfüllte. Groß war schon damals meine Disziplin (ich habe in den Sommerferien konsequent jeden Tag zwei Seiten geschrieben), aber nicht unbedingt das Können. Um das Schreiben zu professionalisieren, das notwendige Handwerk, das zwangsläufig zu jedem Talent gehört, zu erlernen, waren wichtige Impulse notwendig, die von Ausbildung und Brotberuf kamen.

Lehr- und Wanderjahre

Von 1994 bis 2000 habe ich in Salzburg Theologie, Philosophie und Geschichte studiert. Nach einigen Jahren als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität und einem längeren Praktikum am Holocaust Memorial Museum in Washington DC, wollte ich etwas ganz Neues machen und begann meine Ausbildung zur Fernsehjournalistin: Auf diverse Praktika folgten ein Volonatariat und anschließend eine Festanstellung bei der Katholischen Fernseharbeit in Frankfurt. Hier habe ich als Redakteurin diverse Formate betreut: z.B. Live-Gottesdienstübertragungen für das ZDF, Filmtipps für Pro 7 oder die Talksendung „N24 Ethik“ mit Bruder Paulus Terwitte. Unvergessen auch die Jahre, als ich RTL-Morgenmagazin „Punkt 6“ quer durch Deutschland gereist bin und mal einen Beitrag über einen Ex-Satanisten in Bielefeld zu drehen (im strömenden Regen, denn seine Frau ließ das Team nicht ins Haus), mal über einen Kreuzfahrtseelsorger in Cuxhaven (Gott sei Dank waren die Dreharbeiten beendet, ehe das Schiff ablegte, sonst hätte es mich vielleicht nach Sankt Petersburg verschlagen).

Hauptberufliche Schriftstellerin

In all diesen Jahren habe ich in jeder freien Minute weitergeschrieben – allerdings fast ausschließlich für die Schublade. Bevor diese endgültig überquoll gab es Gott sei Dank den ersten Verlagsvertrag, auf den weitere folgten und mich endgültig zur „Schreibaholic“ machten. Seit 2005 mit „Engelsblut“ mein erster Roman bei einem großen Publikumsverlag erschien, habe ich über 30 Romane veröffentlicht – vorzugsweise im Bereich des Historischen Romans. Habe ich zunächst ausschließlich als „Julia Kröhn“ publiziert, wurde mit der Zeit eine multiple Autorenpersönlichkeit aus mir, sprich: um in ganz unterschiedlichen Genres/Subgenres schreiben zu können (und manchmal auch einfach aus verlagspolitischen Gründen), legte ich mir diverse Pseudonyme zu.
Seit einigen Jahren lebe ich hauptberuflich als Schriftstellerin – zumindest fast. Ich freue mich immer, wenn ich regelmäßig meinen Schriftsteller-Elfenbeinturm verlasse, um – seit 2013 – an der Universität Salzburg als Gastdozentin „Kreatives Schreiben“ zu lehren.

Buchpreis CORINE

2010 habe ich den Inernationalen Buchpreis CORINE in der Kategorie Publikumspreis für meinen Bestseller „Im Land der Feuerblume“ (Carla Federico) erhalten – ohne Zweifel das Highlight und der größte Erfolg meiner bisherigen Autorenkarriere. Doch auch wenn so eine Sternstunde unvergessen bleibt – das eigentliche Glück dieses Berufs liegt in den vielen kleinen Höhepunkten, die es tagtäglich mit sich bringt, immer neue Romanuniversen zu bereisen: Um sprachliche Formulierungen zu ringen, Personen zu charakterisieren und zum Leben zu erwecken, historische Fakten unterhaltsam einzubauen – das alles ist natürlich auch Arbeit, aber auch nach all den Jahren immer noch ein großes Vergnügen.
Bei der CORINE-Preisverleihung war übrigens bereits meine Tochter dabei – wenn auch noch gut im Bauch versteckt. Seit sie im März 2011 zur Welt kam, um fortan den routinierten Schriftstelleralltag ganz schön durcheinander zu bringen, bin ich nicht nur Autorin, sondern auch Mutter. Da ich mich nicht in zwei Hälften teilen kann und man zudem als halbierte Person weder zum einen noch zum anderen taugt, zieht das einen Dauerspagat mit sich. Aber das hält immerhin gelenkig 🙂

Die zweitgrößte Leidenschaft

Den Geist beweglich hält wiederum das viele Reisen. Zum einen pendle ich häufig zwischen Frankfurt (seit 2001 meine Wahlheimat) und Österreich (meinem Herkunftsland) hin und her – richtig gute Sachertorte oder Kaiserschmarrn gibt’s in Deutschland ja leider nicht. Zum anderen liebe ich es, fremde Länder zu erkunden. Ich habe kein Lieblingsland, aber es ist schon von Vorteil, wenn das Meer, schroffe Küsten und irgendwelche Burgruinen, auf denen ich herumklettern kann, in der Nähe sind. Wenn ich gerade nicht schreiben oder reisen kann, vertreibe ich mir meine Zeit am liebsten damit Klavier zu spielen, Gymnastik zu machen, viel zu lesen und DVDs von amerikanischen Fernsehserien à la „House of Cards“, „Game of thrones“, „The Good Wife“ etc. zu gucken – wenn möglich im Original.